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31. Mär. 2020, 08:59 Uhr
Stadt

Grün Schaffhausen startet Versuch zur Abfalltrennung

Die Reinigung und Entsorgung von Abfall in den städtischen Grünanlagen und Wäldern ist Aufgabe von Grün Schaffhausen. Jeweils im Frühjahr steigt die anfallende Menge stark an und hält sich über den Sommer auf sehr hohem Niveau. Nun bietet Grün Schaffhausen am Lindli versuchsweise die Möglichkeit, den Abfall zu trennen. Mit den steigenden Temperaturen und Sonnenschein werden die öffentlichen Anlagen jeweils wieder intensiv genutzt. Da in den Arbeitspausen, abends oder an Wochenenden auch viel konsumiert wird, fallen dabei grosse Mengen an Abfall an. Dazu kommen die vielen Hundekotsäcke, welche über die normalen Abfalleimer entsorgt werden (Grün Schaffhausen verteilt über die Spender jährlich rund 500'000 Säcke für Hundekot). Von April bis Ende September müssen die Abfalleimer an den intensiv genutzten Orten wie Lindli, Fäsenstaubpromenade und Munotanlage fünfmal wöchentlich, auch samstags und sonntags geleert werden, im Bereich Mosergarten und Kreuzgang sogar täglich. Gleichzeitig müssen die Anlagen gereinigt werden, da leider nicht alle Abfälle korrekt entsorgt werden. Regelmässig werden die Abfalleimer auch zur Entsorgung von Hauskehricht missbraucht. Die Entsorgung von Hauskehricht in den öffentlichen Abfalleimern ist, auch in Kleinmengen, illegal. Zuwiderhandlungen werden mit einer Busse geahndet. Auch wenn in diesem Frühjahr infolge des Coronavirus die Abfallmengen nicht so stark gestiegen sind, wie dies sonst im Frühjahr üblich ist, wird Grün Schaffhausen den Besucherinnen und Besuchern an verschiedenen Orten neu die Möglichkeit bieten, den Abfall zu trennen. Die Entsorgung und Reinigung in der Stadt Schaffhausen ist zwischen Tiefbau Schaffhausen und Grün Schaffhausen aufgeteilt. Grundsätzlich ist der Tiefbau für die Reinigung aller befestigten grauen Flächen zuständig und Grün Schaffhausen für die grünen Flächen. Auf dem Fronwagplatz wurde bereits ein Abfalltrennversuch nach dem System durchgeführt, wie es von den Bahnhöfen her bekannt ist. Auslöser war das Postulat Böhringer, welches einen solchen Versuch anregte. Abfalltrennversuch am Lindli
Heute werden in den Grünanlagen alle Abfälle gemischt in den Abfalleimern entsorgt. Neben den am meisten verwendeten Drahtgitterkörben hat es an den viel benutzten Orten im Mosergarten und am Lindli sogenannte Unterflurbehälter. Der Abfall wird dabei über eine Öffnung in einen im Boden versenkten, 800 Liter grossen Behälter eingeworfen. Mit einer Saugmaschine kann der Abfall abgesaugt und abgeführt werden. Dank dieser Technologie reduziert sich der Personalaufwand für die Leerungen. Der Versuch sieht nun vor, dass PET und Aluminium separat gesammelt werden. PET und Aluminium sind wertvolle Rohstoffe, welche bei sauberer Trennung gut wiederverwendet werden können. An acht Standorten entlang dem Lindli stehen neu drei Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung: PET und Aluminium wird je in einen separaten Drahtkorb geworfen, aller übrige Abfall inkl. Hundekot kommt in den Unterflurbehälter. Als weitere Entsorgungsmöglichkeit hat es zudem an verschiedenen Orten Pizzaschachtel-Sammelständer. Die Entsorgung der Abfälle erfolgt über die üblichen Recyclingwege. Dieser Versuch soll zeigen, ob eine solche Separatsammlung von der Bevölkerung angenommen wird, wie gross die anfallenden Mengen sind und welcher Zusatzaufwand bei der Leerung und Entsorgung entsteht. Danach wird entschieden, ob das Entsorgungssystem in diese Richtung erweitert wird. Grün Schaffhausen bittet die Bevölkerung, möglichst wenig Abfall zu produzieren, diesen nach Hause zu nehmen oder ordentlich über die ca. 470 in den öffentlichen Grünanlagen und Wäldern montierten Abfalleimer zu entsorgen. Ansprechperson: Felix Guhl, Bereichsleiter Grün Schaffhausen
Telefon: +41 52 632 56 51
E-Mail: felix.guhl@stsh.ch
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