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23. Sep. 2020, 13:04 Uhr
Stadt

Vordere Breite: Weitere Schritte nach der öffentlichen Vernehmlassung

Die Stadt hatte für das Gebiet der Vorderen Breite ein Testplanungsverfahren durchgeführt und die gewonnenen Erkenntnisse im Frühling 2019 den tangierten Grundeigentümer- und Mieterschaften, der Politik sowie der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Rückmeldungen sind nun ausgewertet und der Stadtrat hat das weitere Vorgehen festgelegt.  Die Vordere Breite nimmt in der Innenentwicklung der Stadt Schaffhausen eine bedeutende Rolle ein. Die hier vorhandenen Wohn- und Aussenraumqualitäten sowie die Freizeit- und Erholungsangebote bieten einzigartige Rahmenbedingungen. Dazu tragen auch die grossen, weitestgehend unbebauten Grundstücke im Eigentum von Stadt und Kanton in altstadt- und bahnhofsnaher Lage bei. Ausgehend von den übergeordneten Entwicklungszielen gemäss kantonaler und städtischer Richtplanung führte die Stadtplanung über das Gebiet der Vorderen Breite ein Testplanungsverfahren durch. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in einer Synthese zusammengefasst und im Frühling 2019 den tangierten Grundeigentümer- und Mieterschaften, der Politik sowie der breiten Öffentlichkeit an drei Informationsveranstaltungen vorgestellt. In einer begleitenden Ausstellung konnten auch die drei Testplanungsbeiträge begutachtet werden. Gleichzeitig wurde eine öffentliche Vernehmlassung durchgeführt, die rund vierzig Personen und Organisationen zu schriftlichen Rückmeldungen nutzten. Der Quartierverein Breite organisierte zur Erarbeitung seiner Stellungnahme unter seinen Mitgliedern einen gut besuchten Workshop. Rückmeldungen zur Synthese der Testplanung
Die schriftlichen Rückmeldungen zur Synthese der Testplanung zeugen von einem grossen Interesse an der Entwicklung der Vorderen Breite und zeigen ein vielfältiges Bild unterschiedlicher Meinungen. Im Grundsatz wird eine Entwicklung mehrheitlich begrüsst. In den zentralen Themen Städtebau, Freiräume, Verkehr und Entwicklungsbedarf wurden unterschiedliche Aspekte angesprochen und hervorgehoben. So wird wiederholt die Weite beim südlichen Auftakt zur Breite als wichtiges Merkmal betont und die vorgeschlagene Bebauung im Umfeld der Steigkirche kritisiert. Auch die hier vorgeschlagene Anordnung und Höhe der Bauten wird in Frage gestellt. Die vorgeschlagene neue Strassenführung wurde mehrheitlich kritisch beurteilt. Weitere Anliegen bezüglich Verkehr betreffen eine unterirdische Parkierung, sichere Wege für den Fuss- und Veloverkehr und eine generelle Verkehrsberuhigung. Der Umfang und die Qualität der Frei- und Grünräume sowie die fächerförmigen Alleen sind oft genannte zu beachtende Anliegen. Der Vorschlag einer zusammenhängenden, verkehrsfreien Allmend wird verschiedentlich positiv gewertet. Der damit einhergehende Abbruch der Kaserne und die Umnutzung des Zeughauses für Räume, die der Allmend und den angrenzenden Sportfeldern dienen, werden kontrovers beurteilt. Auch der Entwicklungsbedarf während der zurzeit regen Bautätigkeit in der Stadt wird vereinzelt hinterfragt und auf eine etappierte Umsetzung hingewiesen. Weitere Planungsschritte
Nach sorgfältiger Auswertung der Rückmeldungen, auch unter Berücksichtigung der aktuellen Wirtschaftslage, hat der Stadtrat entschieden, den Prozess zur Entwicklung der Vorderen Breite im Sinne einer vorausschauenden Planung weiterzuführen. Dabei sind wesentliche Aspekte der Synthese der Testplanung anzupassen bzw. zu überprüfen. Auf die vorgeschlagene Änderung der Verkehrsführung mit Ausbau der Freistrasse und Rückbau der Neustrasse wird verzichtet. Ebenso wird von einer Bebauung zwischen den beiden Strassen abgesehen und damit das identitätsstiftende Erscheinungsbild der Steigkirche nicht beeinträchtigt. Im Zusammenhang mit der Gestaltung der Allmend wird der Umgang mit der Nutzung des Zeughauses detaillierter untersucht. Dabei werden Varianten geprüft, wie das Museum im Zeughaus in Verbindung mit den vorgesehenen Raumnutzungen für Allmend und Sportfelder erhalten werden könnte. Die zusammenhängende Allmend und das grüne Band zwischen den südlichen Baufeldern und den nördlichen öffentlichen Nutzungen wie KSS, Schulanlage Breite und Breitenau werden als zentrale Elemente einer qualitätsvollen Entwicklung beibehalten. In der weiteren Bearbeitung werden alle Themenfelder vertieft und dabei neben den bereits genannten Anpassungen insbesondere die folgenden Aspekte bearbeitet: Städtebauliche Struktur, Anbindung an die Altstadt mit allen Verkehrsmitteln, Grünräume und Freiraumvernetzung. Anfang 2021 wird die Stadtplanung diese Anpassungen und Vertiefungen zur Entwicklung der Vorderen Breite unter Beizug interner und externer Fachpersonen in Angriff nehmen. Dabei werden auch der Quartierverein und die weiteren Organisationen miteinbezogen, die an der Vernehmlassung teilgenommen haben. Erklärtes Ziel des Stadtrats ist es, bis Ende 2021 die Eckwerte zur Entwicklung der Vorderen Breite zu verabschieden und anschliessend in einem behördenverbindlichen Rahmenplan festsetzen zu können. Ansprechpersonen: Dr. Katrin Bernath, Baureferentin
Telefon: +41 52 632 52 13
E-Mail: katrin.bernath@stsh.ch Marcel Angele, Bereichsleiter Stadtplanung
Telefon: +41 52 632 53 81
E-Mail: marcel.angele@stsh.ch
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